HNO Fachinfo Nasenoperation

Die Plastischen Operationen im Kopf-Hals-Bereich umfassen die rekonstruktiven Operationen sowie die ästhetische Gesichtschirurgie.

Liebe Leserin, lieber Leser,

schön, dass Sie auf unsere Website „Nasenoperation Landshut“ als Informationsportal unter der Website „HNO Arzt Landshut“ aufmerksam wurden.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen rund um das Thema „Operation der äußeren Nase“, der Rhinoplastik und Septorhinoplastik. Wir hoffen, dass Sie hier auf Ihre Fragen eine Antwort finden. Bevor Sie sich zu den Einzelheiten informieren, sollten Sie sich über folgende wichtige Punkte im Klaren sein:

-Eine Information im Internet kann den Arztbesuch nicht ersetzen.
Ohne Befunderhebung der äußeren UND inneren Nase durch einen Facharzt und ohne das dazu erforderlich umfangreiche Basiswissen aus Medizinstudium und Facharztweiterbildung ist es kaum möglich, in einem operativen Fach die richtige Diagnose zu stellen und den richtigen Therapievorschlag zu unterbreiten.
 
-Ärztliches Handeln unterliegt der Therapiefreiheit.
Das bedeutet, dass Sie im Rahmen einer Beratung von verschiedenen Ärzten abweichende Therapieempfehlungen erhalten können, da einem Arzt die freie Wahl der Behandlungsmethode zusteht. Vor diesem Hintergrund gilt, dass Sie das Gelesene nicht als einzig gültige Wahrheit ansehen sollten.

Die folgenden Informationen basieren auf den Erfahrungen aus der eigenen Praxis für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Plastische Operationen in Landshut nach jahrelanger Beratung von Patienten mit dem Wunsch einer Veränderung der äußeren Nase.

 

In welchen Situationen soll überhaupt eine Operation der äußeren Nase stattfinden?

Vorab ist zu klären, ob der Wunsch nach einer Formveränderung der äußeren Nase aufgrund einer funktionellen Beeinträchtigung besteht (vor allem Nasenatmungsbehinderung bei extremer Schiefnase, manchmal auch Nasenklappenstenose und Spannungsnase), oder ob die Nasenform aus ästhetischen Gründen geändert werden soll.
Sofern eine Unzufriedenheit mit der äußeren Nase aufgrund ästhetischer Überlegungen besteht, wenn also z.B. eine Höckernase, eine zu breite Nase oder eine Sattelnase bestehen, wenn also eine Schönheitsoperation stattfinden soll, sind folgende Punkte aus meiner Erfahrung wichtig:
-Eine Operation sollte nur dann erfolgen, wenn der Entschluss über eine lange Zeit gereift ist. Eine Nasenoperation sollte wenn irgendwie möglich nicht in Umbruchphasen der persönlichen Lebenssituation erfolgen.
-Eine Operation sollte nur dann erfolgen, wenn Sie als Patientin oder Patient in der Lage sind, das Störende tatsächlich zu benennen und eine klare Vorstellung von Ihren Zielen haben. Das „irgendwie anders sein“ reicht nicht. In diesen Fällen kommt es regelmäßig vor, dass Patienten in unserer Praxis auch von einem Eingriff abgeraten wird.

Wie wähle ich den zu mir passenden Operateur?

-Qualifikation des Arztes:
Ein paar Bemerkungen zur Qualifikation scheinen mir bei der Wahl des Operateurs doch von Bedeutung. Nachdem eine gelungene Operation an der äußeren Nase eine detaillierte und umfangreiche Kenntnis der Anatomie und der möglichen pathologischen Veränderungen der inneren und äußeren Nase voraussetzt, erscheint mir ein Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde dazu am besten geeignet. Diese Meinung ist zugegebenermaßen – da ich selbst Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde bin – in jedem Fall und unweigerlich stark subjektiv. Und dennoch spricht vieles für diese Aussage. Darüber hinaus sollte der Operateur in jedem Fall eine spezielle Weiterbildung „Plastische Operationen“ nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer durchlaufen haben. Diese dauert zwei Jahre und muss mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Nur dann ist der Arzt berechtigt, die Bezeichnung „Plastische Operationen“ zu führen. Ohne diese Voraussetzungen – Facharztausbildung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Weiterbildung Plastische Operationen – erscheint zumindest mir eine konstant hohe Qualität bei der Operation der äußeren Nase schwierig.
-Vertrauen zum Operateur:
Mir erscheint es nur sinnvoll, dass eine Patientin oder ein Patient vor der Wahl seines Operateurs mehrere Meinungen einholt. Das erhöht dann, bei der Entscheidung für einen Operateur, üblicherweise auch das Vertrauen.
-Internetforen:
Die Auswahl des Operateurs aufgrund von Beiträgen in Internetforen und Arztbewertungsportalen kann in jedem Fall als „kritisch“ bezeichnet werden. Jede differenzierte Patientin und jeder Patient mit einem gewissen Einblick in die Welt des Internets weiß um den Wert dieser Äußerungen.

Ist bei der Beratung eine Computersimulation des Endergebnisses sinnvoll?

Hier gehen die Ansichten regelmäßig auch auf Tagungen und unter Kollegen weit auseinander. In unserer Praxis gibt es diese Computersimulationen bewusst nicht und wird es sie auch nicht geben. Denn sie suggerieren fälschlicherweise einen „Werkvertrag“ des Arztes anstatt des tatsächlichen „Dienstvertrages“. Hier handelt es sich um zwei juristische Begriffe, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind. Der Arzt – und der Schönheitschirurg bleibt immer noch ein Arzt – kann dem Patienten nicht das Endergebnis, den Werkerfolg zusichern. Unzählige Faktoren können – wie alle (!) erfahrenen Chirurgen wissen, das Endergebnis beeinflussen. Mir erscheint es aufrichtiger dem Patienten gegenüber, genau seine Wünsche anzuhören und ihm den Therapievorschlag mit den einzelnen Operationsschritten verständlich zu erklären, aber ihn bereits beim Erstkontakt offen darauf hinzuweisen, dass das Ergebnis nicht garantiert werden kann. Bis heute ist mir persönlich der Wert der Computersimulation – abgesehen vom Marketing – fremd geblieben.

Was ist der Unterschied zwischen offener Rhinoplastik und geschlossener Rhinoplastik und was ist besser geeignet?

Wichtig scheint mir, dass Ihr Operateur in beiden Techniken geübt ist. Nur das erlaubt ihm, abhängig von der Ausgangssituation das individuell geeignete Vorgehen zu wählen.
Bei der offenen Rhinoplastik werden über einen Schnitt am Nasensteg, also zwischen den Nasenlöchern, die Knorpel der äußeren und bei Bedarf auch der inneren Nase freigelegt. Diese Technik erlaubt präzise Veränderungen an der Nasenspitze, geht aber zwangsweise mit einer zusätzlichen Schwellung, einer zusätzlichen Narbe und zusätzlichen Risiken einher.
Bei der geschlossenen Rhinoplastik wird über einen Schnitt im Nasenvorhof, als im Inneren der Nase, der Nasenrücken freigelegt. Diese Technik ermöglicht mit Erfahrung und Geschick die präzise Abtragung von Höckern am Nasenrücken oder den Ausgleich einer Sattelnase. Für eine präzise Formveränderung der Knorpel an der Nasenspitze ist sie eher ungeeignet. Dafür erspart dieser Zugang dem Patienten zusätzlich sichtbare Narben und zusätzliche Risiken.

Wird nach einer Rhinoplastik das Gesicht anschwellen und werden die Augen blau?

Ja. Das wird der Fall sein. Sollte Ihnen etwas anderes bei der Beratung erzählt werden, ist Vorsicht angezeigt. Natürlich gibt es allerlei Maßnahmen während und nach der Operation, das Ödem und das Hämatom so gering wie möglich zu halten. Ganz vermeiden lässt es sich nicht. Das Ausmaß der Augenschwellung ist übrigens in keiner Weise ein Indikator, wie die Operation verlaufen ist und schon gar nicht lässt es auf das Endergebnis schließen.

Wann kann ein Urteil über das Endergebnis abgegeben werden?

Durch die Operation der äußeren Nase werden Knorpel und Knochen in einem Zeitraum üblicherweise 1-2 Stunden neu arrangiert. Das ist die Aufgabe des Operateurs. Danach findet Stunde für Stunde, Tag für Tag und Woche für Woche die Wundheilung statt. Das ist die Aufgabe des Körpers. Darauf hat der Operateur keinen oder nur sehr geringen Einfluss. Ein einigermaßen dauerhaftes Endergebnis ist nach meiner Einschätzung erst nach drei Monaten zu beurteilen. Viele meiner Kollegen geben diesen Zeitraum größer an. In unserer Praxis findet die Abschlusskontrolle üblicherweise drei Monate nach dem Eingriff statt. Dabei werden standardisiert angefertigte Gesichtsfotos aus einem Fotostudio vorher und nachher verglichen.

Wenn das Endergebnis nicht stimmt, wann sollte eine Nachoperation stattfinden?

Achten Sie darauf, ob ein möglicher Operateur bei der Beratung von sich aus auf genau diesen möglichen Fall hinweist und mit Ihnen bespricht, was dann zu tun möglich ist. Sie sollten dies nach meiner Ansicht in Ihre Bewertung des Operateurs einfließen lassen. Sie können sicher sein: Jeder Schönheitschirurg ist mit dieser Situation bereits mehrfach konfrontiert worden, dass das Endergebnis trotz aller Bemühungen, trotz konzentrierter Arbeit und trotz allem Fachwissen nicht stimmt. Hier gilt leider in besonderem Maße der Spruch: Menschen sind wir, keine Götter…. Wenn das Endergebnis nicht stimmt, sollten auf beiden Seiten keine Panik und kein Misstrauen entstehen. Es ist erst einmal zumindest 6 Monate abzuwarten, um nicht in einen noch laufenden Heilungsprozess hinein zu operieren, weil dann das Ergebnis der Nachoperation noch unsicherer ist. Fast alle Formveränderungen – gewachsen oder chirurgisch entstanden – können heute von einem erfahrenen Operateur ausgeglichen werden. Ein perfektes Ergebnis ist in diesen Fällen dann nach meiner ehrlichen Erfahrung nicht immer zu erreichen, ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis schon.